[arabisch, "Geschichte, Legende"]

Der Herr, der Igel und der Heller

Ein Herr fuhr mit seinem Kutschwagen des Weges. Vor ihm läuft ein kleiner Igel, der im Maule einen Heller trägt. Der Herr gebot dem Kutscher, dem Igel den Heller wegzunehmen. Der Kutscher nahm ihn, stieg wieder auf und fuhr weiter. Das Igelchen läuft hinter dem Wagen her und ruft: »Du hast nichts, darum raubst du ihn mir! Du hast nichts, darum raubst du ihn mir!« Dem Herrn wurde es zuviel, ständig zu hören, was jener da zeterte - er warf den Heller auf den Weg. Das Igelchen nimmt ihn sich wieder, läuft aber hinter der Kutsche her und ruft: »He, aus Angst rücktest du ihn wieder heraus, aus Angst rücktest du ihn wieder heraus!« Der Herr: »Da hört sich doch alles auf! Solch ein elendes Ding da soll ich fürchten? Geh und nimm ihm den Heller wieder weg!« Der Kutscher nimmt ihn dem Igel wieder weg und fährt weiter, doch der kleine Igel läuft hinterher und ruft: »He, du hast nichts, darum raubst du ihn mir! Du hast nichts, darum raubst du ihn mir! He, he, du Unverschämter!« Der Herr wurde wieder wütend, und aufs Neue warf er den Heller auf den Weg. Das Igelchen aber nimmt ihn sich wiederum, läuft hinterher und zetert: »Aus Angst rücktest du ihn wieder heraus, aus Angst rücktest du ihn wieder heraus!«

Und so reizte der kleine Igel den großen Herrn den ganzen Weg.