[arabisch, "Geschichte, Legende"]

Der Deibl auf'm Falbn

In früheren Zeiten, als der Böse leibhaftig die Erde zu besuchen pflegte und mit Sterblichen Verträge abschloss, in denen er ihnen für jetzt materiellen Wohlstand gab im Tausch gegen ihre Seele zu einer künftigen Zeit, da hat wohl auch ein Schneider von Clitheroe ein solches Abkommen mit ihm getroffen.

Gegen Ende der Frist jedoch konnte er nach dem Abkommen von der Satanischen Majestät noch die Gnade eines weiteren Wunsches erbitten. Sie wurde ihm gewährt. Es weidete da ganz in der Nähe ein falbes Pferd, und der geistesgegenwärtige Schneider zeigte auf das Tier und wünschte, dass der Teufel darauf stracks in sein eigenes Reich reiten solle und nie wieder auf die Erde zurückkomme, um die Sterblichen zu quälen. Augenblicklich wurde das Pferd vom Bösen bestiegen, und er ritt eilends auf und davon und kam niemals wieder in leiblicher Gestalt zurück.

Von nah und fern kamen die Leute, um den Mann zu sehen, der den Teufel überlistet hatte, und da kam es dem Schneider in den Sinn, eine Schenke einzurichten, um seine Besucher dort zu bewirten. Als Schild nahm er den Teufel, wie er auf einem falben Pferd reitet, oder wie es die Nachbarn der Kürze halber nannten, den »Deibl auf'm Falbn«.