[arabisch, "Geschichte, Legende"]

Babana

Babana verwandelte sich jede Nacht in einen Elefanten und aß die Kürbisse in den Gärten. Am Tage stand er meist erst spät auf. Den Leuten seines Dorfes wurde der Verlust bald zu groß, und sie beschlossen, denjenigen zu töten, der immer ihre Kürbisse aufaß. Sie lauerten dem Elefanten nachts auf, griffen ihn mit ihren Waffen an, konnten ihn aber nicht töten. Sie gingen nach Hause und beschlossen: »Morgen werden wir ihm folgen.« In der nächsten Nacht folgten sie der Spur des Elefanten. Plötzlich hörte die Elefantenspur auf, und es waren nur noch die Fußabdrücke eines Menschen und Blut zu sehen. Kurz darauf fanden sie die Stelle, wo der Elefant seine beiden Stoßzähne abgeworfen hatte, die wie lange Pfähle aussahen. Die Leute wunderten sich sehr und fragten einander: »Wie hat der Elefant es geschafft, dass er sich in einen Menschen verwandeln konnte?« Misstrauisch geworden, prüften sie, ob alle Männer da waren. Sie entdeckten, dass Babana fehlte und dass er auch nicht bei der Jagd auf den Elefanten dabei gewesen war. Sie liefen zu seiner Hütte und fanden ihn mit Speerwunden krank daniederliegend. Und als sie ihn fragten, bekannte er, dass er sich in einen Elefanten verwandelt hatte, um viele Kürbisse essen zu können. Da machten sie ein Spottlied auf ihn und sangen: »Babana hat sich in einen Elefanten verwandelt, der ein Kürbisesser ist!« Fortan sang man dieses Spottlied überall im Lande.